"Wahrscheinlich darf man ganz allgemein sagen, daß sich in der Geschichte des menschlichen Denkens oft die fruchtbarsten Entwicklungen dort ergeben haben, wo zwei verschiedene Arten des Denkens sich getroffen haben. (...)"

                                                                                                                                      Werner Heisenberg


1.0 Ansatz

Die Branenkosmologie ist ein Theoriegebäude, welches davon ausgeht, daß neben den bekannten
3 Raumdimensionen (RDn) unserer Alltagswahrnehmung noch eine oder mehrere Extradimensionen existieren. Unsere sichtbares Universum ist im Modell eine sog. "Hyperebene" (Bran), die in einem höherdimensionalen Raum (Bulk) eingebettet liegt. Materie, die Bestandteil einer bestimmten Bran ist, kann im Modell nicht in eine höherdimensionale Bran wechseln. Wechselwirkungen zwischen den unterschiedlichen Branen sind allerdings möglich.

Stringtheorien und die weiterführende, vereinheitlichende M-Theorie arbeiten mit 11 bis zu 32 Dimensionen. Hierbei sind die Extradimensionen im Vergleich zu unserer Raumzeit allerdings "kompaktifiziert", will heißen, sie sind "nicht enfaltet" oder "nicht entrollt". Diese kompaktifizierten extra RDn haben in den Modellen Größen von bis zu 1mm, in der Regel aber Größen unterhalb der Planck-Länge.

Läßt man das Bild eines "real multidimensionalen" Universums einmal als Arbeitshypothese zu, so könnten sich interessante (neue und erweiterte) Erklärungsansätze für observable astronomische Phänomene und physikalische Vorgänge finden lassen, u.a. für

  • Dunkle Materie und Dunkle Energie
  • Singularitäten OUT (z.B. Schwarze Löcher und Quasare)
  • Singularitäten IN (z.B. Weisse Löcher)
  • Effekt der Quantenverschränkung (polarisierte Photonen)
  • Effekt der Vakuumfluktuation
  • Effekt der spontanen Nukleonenumwandlung im Atomkern
  • Effekt der (interdimensionalen) Gravitation
  • Energie-/Materieumwandlung
  • Welle-Teilchen-Dualismus
  • Gravitation
  • Elementarteilchen-Zerfall III --> II --> I Generation
  • Überschuß Materie zu Antimaterie seit der "heißen Phase" unseres
    Universums
  • Das Phänomen "morphischer Felder" nach Ansatz Rupert Sheldrake

Die auf diesen Seiten behandelte Multibranentheorie (kurz MBT) fußt dabei im wesentlichen auf drei Säulen:

(1) Dem 
DLW-Effekt, daß wir Humanoide nur über eine "dimensional limitierte Wahrnehmung" verfügen, die auf 3 Raumdimensionen begrenzt ist.

(2) Die Anordnung der Branen im Bulk. Stringtheorien sowie die vereinheitlichende M-Theorie befassen sich mit Modellen, in denen die Branen in verschiedener Ausrichtungen zueinander angeordnet sind. Verschiedene Gründe haben mich aber dazu bewogen, in der MBT ausschließlich 
orthogonale Branen zu verwenden. Diese Anordnung bringt m.M. einige Erleichterungen für die Beschreibung bestehender physikalischer Vorgänge. Desweiteren könnten einige Auffälligkeiten bei der mathematischen Behandlung dadurch leichter erklärt werden.

(3) Genau wie in der M-Theorie sind In der MBT die klassischen Elementarteilchen D0 eigentlich Elementarstrings der D1. Diese Strings können auf Branen unterschiedlicher Dimensionalität auch unterschiedlich dimensionale Schwingungsmuster ausführen. So kann z.B. ein D1-String auf einer
D7-Bran ein 7-dimensionale Schwingung ausführen.

Beim Wechsel eines schwingenden Strings von einer höherdimensionalen Bran auf eine Bran niedrigerer Dimensionalität (z.B. von D7 auf D3) kann das höherdimensionale Schwingungsmuster nicht beibehalten werden: In diesem Fall tritt eine Effekt ein, den ich mit dimensionaler Zerfall bezeichnen möchte. Bildlich gesprochen "versucht" in der MBT z.B. ein 7-dimensional schwingender Elementarstring sein D7-Schwingungsmuster (und somit seinen Energiezustand) auf unserer D3-Bran beizubehalten. Mangels verfügbarer Dimensionen und Freiheitsgrade wird die Energie der Schwingung, die eine Erhaltungsgröße ist, in andere Schwingungsmuster umgewandelt, die sich auf der D3-Bran ausbreiten können, also Schwingungen in D1, D2 oder D3.

Der dimensionale Zerfall ist in der MBT die Erklärung für die Existenz der Generationen III, II und I im Standardmodell der Elementarteilchen: So sind z.B. die Leptonen der Generationen III und II Schwingungsmuster höherer Dimensionalität kurz bevor sie in unserer D4-Raumzeit dimensional zerfallen.

Dies zugrundelegend sagt die MBT auch weitere Teilchen voraus, z.B. ein 13D-Neutrino mit einer Ruhemasse von ca. 161,45 MeV. Dieses Teilchen entsteht nach Modell in Zusammenhang mit der künstlichen Erzeugung eines neuen Elements mit der Ordnungszahl 119, welches die 8. Schale (R-Schale Periodensystem) erstbesetzt/eröffnet.

(Präziser: Durch die Verwendung immer höherer Energien wird schließlich eine D13-Bran zum schwingen gebracht, welche dann bei Kontakt mit unserer D3-Bran einen 13-dimensional schwingenden Elemen-tarstring kurzzeitigst existieren läßt. Dieser wird laut MBT über eine Energie von 161,45 MeV verfügen und danach dimensional zerfallen.)


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